Gustav Klimt war ein österreichischer Symbolist und eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Wiener Secession. 1862 in der Nähe von Wien geboren, absolvierte er ursprünglich eine Ausbildung im traditionellen akademischen Stil und arbeitete zusammen mit seinem Bruder Ernst Klimt und dem Künstler Franz Matsch an dekorativen Wandgemälden für öffentliche Gebäude. Klimt entfernte sich jedoch allmählich von akademischen Konventionen und war 1897 Mitbegründer der Wiener Secession, einer Künstlergruppe, die sich von konservativen Kunstinstitutionen lösen und modernere und expressivere Kunstformen erkunden wollte.
Klimt ist bekannt für seinen stark dekorativen und symbolischen Malstil, der oft sinnliche Themen mit komplexen Mustern und reicher Ornamentik verbindet. Seine berühmteste Periode, bekannt als die „Goldene Phase“, ist durch die ausgiebige Verwendung von Blattgold gekennzeichnet, inspiriert von byzantinischen Mosaiken und japanischer Kunst. Werke wie Der Kuss und das Porträt von Adele Bloch-Bauer I stammen aus dieser Zeit und gehören zu den bekanntesten Gemälden der Kunstgeschichte.
Seine Gemälde konzentrieren sich oft auf Themen wie Liebe, Weiblichkeit, Erotik, Leben und Tod. Klimts Stil ist einzigartig, weil er realistische Porträts, insbesondere in den Gesichtern und Händen seiner Modelle, mit abstrakten, flachen, dekorativen Oberflächen voller geometrischer Formen, Blumenmotiven und symbolischen Mustern verbindet. Dieser Kontrast erzeugt eine traumhafte und fast überirdische Wirkung.
Im Laufe seiner Karriere stellte Klimt traditionelle Vorstellungen von bildender Kunst in Frage und prägte die Entwicklung der modernen Kunst in Europa mit. Er starb 1918 in Wien, doch sein Einfluss ist bis heute stark und seine Werke gehören nach wie vor zu den meistbewunderten und -erforschten Stücken der Kunstgeschichte.