Edvard Munch war ein norwegischer Maler und Grafiker, geboren 1863 in Løten, Norwegen. Er ist vor allem als wichtiger Pionier des Expressionismus bekannt, einer Kunstrichtung, die intensive Farben, verzerrte Formen und emotionale Sujets verwendete, um innere Gefühle auszudrücken, anstatt nur die sichtbare Welt abzubilden.
Munch thematisierte häufig Angst, Liebe, Krankheit, Einsamkeit und Tod. Seine Kindheit war von Verlusten geprägt: Seine Mutter und eine seiner Schwestern starben jung an Tuberkulose. Diese Erfahrungen beeinflussten seine Kunst tiefgreifend und verliehen vielen seiner Werke eine eindringliche, persönliche Atmosphäre.
Sein berühmtestes Werk ist „Der Schrei“ aus dem Jahr 1893. Das Gemälde zeigt eine von Angst überwältigte Figur unter einem dramatischen Himmel und ist zu einem der bekanntesten Bilder der modernen Kunst geworden. Weitere wichtige Werke sind „Das kranke Kind“, „Madonna“, „Vampir“ und „Der Tanz des Lebens“.
Munchs Stil zeichnet sich durch expressive Linien, kräftige Farben und vereinfachte oder verzerrte Figuren aus. Anstatt realistische Details anzustreben, nutzte er die Malerei, um starke emotionale Zustände und universelle menschliche Erfahrungen zu vermitteln. Er arbeitete auch ausgiebig mit Druckgrafiken, darunter Lithografien und Holzschnitte.
Munchs Werk beeinflusste Generationen moderner Künstler und spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Expressionismus. Er schuf sein Leben lang Kunst und starb 1944. Er hinterließ ein Erbe als einer der einflussreichsten Künstler der modernen Kunstgeschichte.